Handel zwischen Deutschland und Russland im Überblick
Der Handel zwischen Deutschland und Russland ist seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 fast vollständig eingebrochen. 2025 exportierte Deutschland nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) Waren für 6,9 Mrd. Euro nach Russland und importierte Waren für 1,3 Mrd. Euro. 2021 waren es noch 26,6 und 33,1 Mrd. Euro.
Vor dem Krieg war Russland für Deutschland vor allem ein Energielieferant. Erdöl, Erdgas, Kohle und Mineralölprodukte machten den Großteil der Importe aus, im Gegenzug lieferte Deutschland Maschinen, Autos und Chemie. Russland gehörte 2021 zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands und kam auf 2,3 Prozent des gesamten deutschen Außenhandels. Außerhalb der EU war das Land nach Destatis-Angaben das viertwichtigste Lieferland und der fünftwichtigste Absatzmarkt.
Diese Beziehung existiert in dieser Form nicht mehr. Sanktionen der Europäischen Union, der Stopp der Gaslieferungen und der Rückzug vieler Unternehmen haben den Warenaustausch auf einen Bruchteil reduziert. 2024 entfielen nur noch 0,5 Prozent der deutschen Exporte und 0,1 Prozent der Importe auf Russland. Wie sich der Handel im Einzelnen entwickelt hat, welche Waren noch fließen und wie Deutschland im Vergleich zur EU dasteht, zeigen die folgenden Abschnitte. Einen Gesamtüberblick über Exporte, Importe und alle Handelspartner bietet unser Bericht zum deutschen Außenhandel.
Entwicklung des Handels seit 2021
2021 war das letzte volle Jahr vor dem Krieg und zugleich ein starkes Handelsjahr. Das Volumen stieg gegenüber 2020 um 34,1 Prozent auf 59,8 Mrd. Euro. Die Importe aus Russland legten wegen steigender Energiepreise um 54,2 Prozent auf 33,1 Mrd. Euro zu, die Exporte um 15,4 Prozent auf 26,6 Mrd. Euro.
Vom Energiepartner zum Randmarkt: Die Importe aus Russland fielen von 33,1 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2025, ein Minus von rund 96 Prozent. Die Exporte sanken von 26,6 auf 6,9 Mrd. Euro.
Im Jahr 2022 liefen die beiden Handelsströme auseinander. Die Exporte nach Russland brachen um 45,2 Prozent auf 14,6 Mrd. Euro ein, weil Sanktionen viele Lieferungen verboten und Unternehmen sich aus dem Markt zurückzogen. Die Importe stiegen dagegen dem Wert nach noch einmal um 6,5 Prozent auf 35,3 Mrd. Euro. Dahinter stand kein höherer Bezug, sondern der Preisschock bei Öl und Gas: Mengenmäßig gingen die Importe laut Destatis bereits um 41,5 Prozent zurück.
2023 folgte der eigentliche Einbruch auf der Importseite. Mit dem Embargo für russisches Rohöl und dem Ende der Gaslieferungen fielen die Importe um rund 90 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro. Die Exporte sanken auf 8,9 Mrd. Euro. 2024 lagen die Importe nur noch bei 1,8 Mrd. Euro und die Exporte bei 7,6 Mrd. Euro. Im Jahr 2025 setzte sich der Rückgang fort: Die Exporte fielen um 8,5 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro, die Importe um 30,4 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro.
| Jahr | Exporte | Importe | Handelsvolumen | Saldo |
|---|---|---|---|---|
| 2021 | 26,6 Mrd. € | 33,1 Mrd. € | 59,8 Mrd. € | -6,5 Mrd. € |
| 2022 | 14,6 Mrd. € | 35,3 Mrd. € | 49,9 Mrd. € | -20,7 Mrd. € |
| 2023 | 8,9 Mrd. € | 3,7 Mrd. € | 12,6 Mrd. € | +5,2 Mrd. € |
| 2024 | 7,6 Mrd. € | 1,8 Mrd. € | 9,4 Mrd. € | +5,8 Mrd. € |
| 2025 | 6,9 Mrd. € | 1,3 Mrd. € | 8,2 Mrd. € | +5,6 Mrd. € |
Auch unterjährig zeigt sich kein Ende des Rückgangs. Im Dezember 2025 lagen die kalender- und saisonbereinigten Exporte nach Russland bei 0,6 Mrd. Euro und die Importe bei 0,1 Mrd. Euro. In den monatlichen Pressemitteilungen für 2026 weist Destatis Russland nicht mehr gesondert aus. Für das laufende Jahr liegen deshalb noch keine veröffentlichten Werte vor.
Handelsbilanz und Rang unter den Handelspartnern
Solange Deutschland große Mengen Energie aus Russland bezog, war die Handelsbilanz mit Russland negativ. 2021 lag das Defizit bei 6,5 Mrd. Euro, 2022 wuchs es wegen der hohen Energiepreise auf 20,7 Mrd. Euro. Seit dem Ende der Energieimporte hat sich das Vorzeichen umgekehrt. 2024 erzielte Deutschland laut Destatis einen Exportüberschuss von 5,8 Mrd. Euro, 2025 ergibt sich rechnerisch ein Überschuss von 5,6 Mrd. Euro.
Vom Defizit zum Überschuss: 2022 führte Deutschland wegen teurer Energie noch für 20,7 Mrd. Euro mehr aus Russland ein, als es dorthin lieferte. Seit 2023 exportiert Deutschland wieder mehr, als es importiert.
Noch deutlicher zeigt der Rang in der Liste der Handelspartner den Bedeutungsverlust. 2021 lag Russland bei den deutschen Importen auf Rang 12 und bei den Exporten auf Rang 15. 2022 rutschte das Land bei den Importen auf Rang 14 und bei den Exporten auf Rang 23. 2024 kam Russland bei den Importen nur noch auf Rang 59 und bei den Exporten auf Rang 36.
| Kennzahl | 2021 | 2022 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Rang bei den Importen | 12 | 14 | 59 |
| Rang bei den Exporten | 15 | 23 | 36 |
| Anteil an allen Importen | 2,8 % | k. A. | 0,1 % |
| Anteil an allen Exporten | 1,9 % | k. A. | 0,5 % |
Zum Vergleich: Mit der Ukraine handelt Deutschland inzwischen mehr als mit Russland. Nach Berechnungen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft auf Basis von Destatis-Daten erreichte der Handel mit der Ukraine im Jahr 2024 bis zum Herbst ein Volumen von 8,4 Mrd. Euro, während der Handel mit Russland im gleichen Zeitraum um 28,9 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro fiel.
Energie: vom wichtigsten Lieferanten zum Randlieferanten
Energie war das Fundament der deutsch-russischen Handelsbeziehungen. 2021 importierte Deutschland Erdöl und Erdgas im Wert von 19,4 Mrd. Euro aus Russland, das waren rund 59 Prozent aller Importe von dort. Hinzu kamen Mineralölerzeugnisse für 2,8 Mrd. Euro und Kohle für 2,2 Mrd. Euro. Zusammen machten Energieträger fast drei Viertel der Importe aus Russland aus. Zweitgrößte Warengruppe waren Metalle mit 4,5 Mrd. Euro.
Energie dominierte: Erdöl und Erdgas machten 2021 mit 19,4 Mrd. Euro rund 59 Prozent aller Importe aus Russland aus. Zusammen mit Mineralölerzeugnissen und Kohle entfielen fast drei Viertel auf Energieträger.
Nach Kriegsbeginn baute die Bundesregierung die Abhängigkeit schrittweise ab. Laut dem zweiten Fortschrittsbericht Energiesicherheit des Bundeswirtschaftsministeriums vom 1. Mai 2022 sank der Anteil russischer Steinkohle an den deutschen Importen von 50 Prozent zu Jahresbeginn auf rund 8 Prozent. Der Anteil russischen Öls fiel auf 12 Prozent, der Anteil russischen Gases auf etwa 35 Prozent. Über die Pipeline Nord Stream 1 fließt seit dem 31. August 2022 kein Gas mehr nach Deutschland.
Die Umstellung hatte einen hohen Preis. 2022 zahlte Deutschland für weniger russische Energie mehr Geld als je zuvor: Die Importe von Erdöl und Erdgas aus Russland beliefen sich auf 18,5 Mrd. Euro, obwohl die Menge um 47,4 Prozent zurückging. Die Importe von Mineralölerzeugnissen verdoppelten sich wertmäßig sogar auf 5,5 Mrd. Euro. Erst 2023, mit dem Wegfall der Mengen, brach der Importwert ein.
- Frühjahr 2022: Der Anteil russischer Steinkohle an den Importen sinkt von 50 auf rund 8 Prozent.
- August 2022: EU-Einfuhrverbot für russische Kohle.
- 31. August 2022: Letzte Gaslieferung über Nord Stream 1.
- Dezember 2022 und Februar 2023: EU-Embargo für russisches Rohöl und Ölprodukte auf dem Seeweg.
- 26. Januar 2026: Der Rat der EU verabschiedet die Verordnung zum Ausstieg aus russischem Gas.
- Ende 2026: Vollständiges Importverbot für russisches LNG.
- Herbst 2027: Vollständiges Importverbot für russisches Pipelinegas.
Was Deutschland heute nach Russland liefert und von dort bezieht
Vor dem Krieg dominierten Investitionsgüter die deutschen Exporte nach Russland. 2021 lieferte Deutschland Maschinen für 5,8 Mrd. Euro, Kraftwagen und Kraftwagenteile für 4,4 Mrd. Euro sowie chemische Erzeugnisse für 3,0 Mrd. Euro. Bereits 2022 halbierten sich die Maschinenexporte auf 2,8 Mrd. Euro, und pharmazeutische Erzeugnisse wurden mit 3,1 Mrd. Euro zum wichtigsten Exportgut.
Arzneimittel statt Maschinen: Pharmazeutische Erzeugnisse, die weitgehend von Sanktionen ausgenommen sind, stellten 2024 mit 2,3 Mrd. Euro fast ein Drittel der deutschen Exporte nach Russland.
Dieses Muster hat sich verfestigt. 2024 entfielen laut Destatis 30,6 Prozent der Exporte nach Russland auf pharmazeutische Erzeugnisse, das waren 2,3 Mrd. Euro. Es folgten chemische Erzeugnisse mit 13,9 Prozent und Maschinen mit 11,9 Prozent. Arzneimittel, Medizintechnik und Lebensmittel sind aus humanitären Gründen weitgehend von den EU-Sanktionen ausgenommen und machen deshalb einen wachsenden Teil der verbliebenen Lieferungen aus.
Auf der Importseite spielt Energie keine Rolle mehr. 2024 kamen die Importe aus Russland zu 42,3 Prozent aus der Warengruppe Metalle, das waren 0,8 Mrd. Euro. Chemische Erzeugnisse, zu denen etwa Düngemittel zählen, stellten 24,7 Prozent, Nahrungs- und Futtermittel 15,2 Prozent. Laut Ost-Ausschuss bezog Deutschland im 1. Halbjahr 2025 vor allem noch Düngemittel und Metalle aus Russland.
| Warengruppe | 2021 | 2022 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Exporte: Maschinen | 5,8 Mrd. € | 2,8 Mrd. € | 11,9 % |
| Exporte: Pharmazeutische Erzeugnisse | k. A. | 3,1 Mrd. € | 2,3 Mrd. € (30,6 %) |
| Exporte: Chemische Erzeugnisse | 3,0 Mrd. € | 1,7 Mrd. € | 13,9 % |
| Importe: Erdöl und Erdgas | 19,4 Mrd. € | 18,5 Mrd. € | k. A. |
| Importe: Metalle | 4,5 Mrd. € | 4,5 Mrd. € | 0,8 Mrd. € (42,3 %) |
EU-Sanktionen und ihre Wirkung auf den Handel
Den Rahmen für den deutsch-russischen Handel setzt die Europäische Union, denn Handelspolitik und Sanktionen fallen in ihre Zuständigkeit. Seit Februar 2022 hat die EU in mehreren Paketen weitreichende Ausfuhr- und Einfuhrverbote, Finanzsanktionen und Listungen von Personen und Unternehmen beschlossen. Das 20. Sanktionspaket wurde am 24. April 2026 verabschiedet, nachdem es zunächst für den vierten Jahrestag des Überfalls im Februar 2026 geplant war.
Laut Europäischer Kommission enthält das 20. Paket neue Ausfuhrverbote für Waren im Wert von mehr als 365 Mio. Euro, darunter Kautschukerzeugnisse und Traktoren, sowie Einfuhrverbote für Metalle, Chemikalien und Mineralien im Wert von mehr als 530 Mio. Euro. Hinzu kommen Maßnahmen gegen die sogenannte Schattenflotte, mit der Russland Öl an den Sanktionen vorbei transportiert, Sanktionen gegen Banken und Kryptodienste sowie 120 weitere Listungen von Personen und Einrichtungen. Erstmals wurde zudem das Instrument zur Bekämpfung von Umgehungen aktiviert, das Lieferungen in Drittstaaten unterbinden soll, über die sanktionierte Waren nach Russland gelangen.
- 20 Pakete: Stand nach der Verabschiedung des 20. Pakets am 24. April 2026.
- Ausnahmen: Arzneimittel, Medizintechnik und Lebensmittel sind weitgehend von Ausfuhrverboten ausgenommen.
- Energie: Einfuhrverbote für Kohle und für Rohöl auf dem Seeweg, Gasausstieg bis Herbst 2027.
- Umgehung: Seit dem 20. Paket erstmals Einsatz des Antiumgehungsinstruments.
Die Statistik zeigt, wie stark die Sanktionen wirken. Der Rückgang der Exporte seit 2021 um rund 74 Prozent betrifft vor allem genau die Warengruppen, die unter Ausfuhrverbote fallen, also Maschinen, Fahrzeuge und Elektronik. Die Importe sind um rund 96 Prozent gefallen, weil Kohle, Öl und Gas fast vollständig weggefallen sind. Eine Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest im April 2026 endete nach 32 Stunden, knapp zwei Wochen später verabschiedete die EU das 20. Sanktionspaket.
Vergleich mit der EU
Der Rückgang des Russland-Handels ist kein deutsches Sonderphänomen, sondern betrifft die gesamte EU. Laut Eurostat sanken die Exporte der EU nach Russland vom 1. Quartal 2022 bis zum 4. Quartal 2025 um 61 Prozent, die Importe aus Russland um 90 Prozent. Russlands Anteil an den Exporten der EU in Drittstaaten fiel von 3,2 auf 1,2 Prozent, der Anteil an den Importen von 9,2 auf 1,0 Prozent.
Von 9,2 auf 1,0 Prozent: Russlands Anteil an den EU-Importen aus Drittstaaten ist seit Kriegsbeginn auf ein Neuntel gefallen, der Anteil an den Exporten von 3,2 auf 1,2 Prozent.
Deutschland bezieht seit 2023 praktisch keine Energie mehr aus Russland, andere Mitgliedstaaten importieren dagegen weiterhin nennenswerte Mengen Gas. Nach Eurostat-Daten stammten im 4. Quartal 2025 noch 16 Prozent der EU-Importe von Pipelinegas und ebenfalls 16 Prozent der LNG-Importe aus Russland. 2021 hatte der Anteil beim Pipelinegas noch bei 45 Prozent gelegen.
Gas bleibt der Rest der Abhängigkeit: Beim Erdöl ist Russlands Anteil an den EU-Importen auf 1 Prozent gefallen, bei Pipelinegas und LNG liegt er Ende 2025 noch bei jeweils 16 Prozent.
Auch bei anderen Rohstoffen ist die Abhängigkeit der EU gesunken, aber nicht verschwunden. Bei Nickel lag Russlands Anteil an den EU-Importen Ende 2025 bei 22 Prozent nach 41 Prozent Anfang 2021, bei Düngemitteln bei 16 Prozent nach 28 Prozent. Beim Erdöl ist Russland mit 1 Prozent praktisch aus dem EU-Markt verschwunden. Das Energiedefizit der EU im Handel mit Russland schrumpfte von 42,7 Mrd. Euro im 2. Quartal 2022 auf 3,3 Mrd. Euro im 4. Quartal 2025.
Direktinvestitionen und Bundesländer
Neben dem Warenhandel waren deutsche Unternehmen in Russland auch mit eigenen Werken, Vertriebsgesellschaften und Beteiligungen präsent. Laut Deutscher Bundesbank summierten sich die deutschen Direktinvestitionen in Russland 2021 auf 22 Mrd. Euro, das entsprach 1,5 Prozent aller deutschen Direktinvestitionen im Ausland. 2022 zogen deutsche Unternehmen per saldo 3 Mrd. Euro an Kapital aus Russland ab, vor allem durch den Abbau von Krediten an russische Tochterunternehmen.
Regional zeigt sich der Rückgang besonders deutlich in Nordrhein-Westfalen. Nach vorläufigen Daten von IT.NRW exportierte das Land 2025 Waren im Wert von 696 Mio. Euro nach Russland. 2015 hatte die Exportsumme noch bei 10,3 Mrd. Euro gelegen. Wichtigste Exportgüter aus Nordrhein-Westfalen nach Russland sind inzwischen Arzneiwaren.
Ausblick
Eine Rückkehr zum früheren Handelsniveau ist nicht absehbar. Die EU hat den Ausstieg aus russischem Gas gesetzlich festgeschrieben: Seit dem 18. März 2026 greifen schrittweise Verbote, ab Ende 2026 gilt ein vollständiges Importverbot für russisches LNG und ab Herbst 2027 für Pipelinegas. Damit fällt die letzte große Warengruppe weg, bei der die EU noch in nennenswertem Umfang von Russland abhängig ist.
Für den deutschen Außenhandel spielt Russland damit nur noch eine untergeordnete Rolle. Mit einem Volumen von 8,2 Mrd. Euro entsprach der Handel 2025 nur noch einem Bruchteil des Handels mit Nachbarländern wie Polen oder Österreich. Solange der Krieg andauert und die Sanktionen bestehen, dürften vor allem humanitär begründete Lieferungen wie Arzneimittel und Lebensmittel sowie einzelne Rohstoffimporte übrig bleiben.
Handel mit Russland in Zahlen
Häufig gestellte Fragen
Der Warenhandel summierte sich 2025 nach vorläufigen Destatis-Daten auf 8,2 Mrd. Euro: Exporte von 6,9 Mrd. Euro und Importe von 1,3 Mrd. Euro. 2021 hatte das Volumen noch bei 59,8 Mrd. Euro gelegen.
Von 33,1 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2025, ein Rückgang um rund 96 Prozent. Allein 2025 sanken die Importe um 30,4 Prozent.
Vor allem pharmazeutische Erzeugnisse. 2024 entfielen laut Destatis 2,3 Mrd. Euro oder 30,6 Prozent der Exporte nach Russland auf Pharma, gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit 13,9 Prozent und Maschinen mit 11,9 Prozent.
Vor allem Metalle, chemische Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel. 2024 stellten Metalle mit 0,8 Mrd. Euro 42,3 Prozent der Importe aus Russland, chemische Erzeugnisse 24,7 Prozent.
Über Nord Stream 1 fließt seit dem 31. August 2022 kein Gas mehr nach Deutschland. Die EU hat den Ausstieg aus russischem Gas beschlossen: Für LNG gilt ab Ende 2026 ein vollständiges Importverbot, für Pipelinegas ab Herbst 2027.
2024 lag Russland bei den deutschen Importen nur noch auf Rang 59 und bei den Exporten auf Rang 36. 2021 waren es die Ränge 12 und 15.
Statistisches Bundesamt (Destatis) - Deutschland importiert 95 % weniger Waren aus Russland als vor dem Krieg, 11. Juni 2025.
Destatis - Fakten zum Außenhandel mit Russland, Februar 2022.
Destatis - Exporte nach Russland im Jahr 2022 um 45,2 % niedriger als im Vorjahr.
Destatis - Exporte im Dezember 2025, Pressemitteilung Nr. 042 vom 6. Februar 2026.
Eurostat - EU trade with Russia, latest developments.
Deutsche Bundesbank - Deutschlands Direktinvestitionsbeziehungen in den Jahren 2021/2022.
Europäische Kommission - EU verabschiedet 20. Sanktionspaket gegen Russland, 24. April 2026.
Rat der Europäischen Union - Zeitleiste zur Beendigung der Energieeinfuhren aus Russland.
Bundesministerium für Wirtschaft - Zweiter Fortschrittsbericht Energiesicherheit, 1. Mai 2022.
IT.NRW - Außenhandel Nordrhein-Westfalens mit Russland und China.
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft - Osthandel im 1. Halbjahr 2025.
